Diese Auswirkungen hat Liebeskummer auf den Körper

Liebeskummer kann gravierende körperliche Schäden nach sich ziehen

Diese Auswirkungen hat Liebeskummer auf den Körper
Stars Insider

03/03/20 | StarsInsider

Gesundheit Herzschmerz

Jeder, der schon einmal unter Liebeskummer gelitten hat, kennt das Gefühl: Die ganze Welt scheint zusammenzubrechen und fast nichts lässt den Schmerz und den Kummer verschwinden. Zwar hat Liebeskummer keine physischen Ursachen, doch die Symptome, die der Verlust einer geliebten Person nach sich zieht, sind überaus real und lassen sich sogar wissenschaftlich nachweisen. Viele davon können sogar gravierende Probleme für unsere Gesundheit darstellen. Hier sind die typischen Folgen von Liebeskummer und wie wir diese am besten bekämpfen.

Das Problem ist, dass körperliche und emotionale Schmerzen denselben Bereich in unserem Gehirn ansprechen. Dadurch werden Schmerzen, die keinen körperlichen Ursprung haben, genauso real wahrgenommen, wie solche, die direkt im Körper entstehen. 

Liebeskummer kann Auswirkung auf verschiedene Bereiche unseres Körpers haben. Typische Symptome sind zum Beispiel Magenkrämpfe, Übelkeit und Kopfschmerzen. Ein weiteres typisches Symptom sind Schmerzen in der Brust, die oft durch emotionale Überbelastungen und Stress entstehen. Auch geschwollene Augen treten als Folge von vergossenen Tränen auf. Die Schwellungen entstehen, weil Tränen, die aus emotionalen Gründen vergossen werden, weniger Salz enthalten. Liebeskummer kann sich auch auf die Haut auswirken. Dazu zählt das Auftreten von Ausschlägen oder Akne. Der Grund sind Stresshormone, die vom Körper ausgeschüttet werden.

Es ist eine typische Redewendung, aber Liebe kann tatsächlich eine Droge sein und genauso süchtig machen wie andere Substanzen! Wenn wir verliebt sind, schüttet unser Körper einen Cocktail an glücklich machenden chemischen Verbindungen aus. Erlischt die Liebe, führt das Fehlen dieser Verbindungen zu Entzugserscheinungen. Studien belegten, dass bei Liebeskummer dieselben Regionen im Gehirn aktiviert werden, wie bei Kokainabhängigen. Dadurch ist das Bedürfnis nach der geliebten Person genauso hoch, wie das nach einer neuen Dosis der Droge – und es ist ebenso schwer, sich an ein Leben ohne zu gewöhnen.

Wie bereits erwähnt, können auch Stresshormone unserem Körper üble Schäden zufügen. Sie verursachen nicht nur Verdauungsstörungen und Magenkrämpfe, sondern greifen auch das Immunsystem an. Ein geschwächtes Immunsystem wiederum lässt uns anfälliger für Viren und Bakterien werden, die zahlreiche Krankheiten verursachen können. Auch Haarausfall ist eine typische Folge von Liebeskummer, da er durch Stress bedingt wird. 

Insgesamt reagiert jeder anders auf Liebeskummer. Die Stresshormone, die ausgeschüttet werden, können zum Beispiel auch den Appetit zügeln, was zu Gewichtsverlust und anderen Essstörungen führen kann. Andere Personen neigen aber auch zu einer Gewichtszunahme. Diese kann die Folge von übermäßigem Essen sein – sei es aus Ablenkung oder um sich gut zu fühlen.

Emotionales Leid kann zudem unsere Gehirnfunktionen beeinträchtigen, was zu Konzentrationsstörungen und Verwirrung führt. Auch unser Selbstbild kann nach einer Trennung aus den Fugen geraten. Wir neigen mitunter dazu, uns in einer Beziehung als den Teil eines Paares zu definieren. Gibt es diese zweite Hälfte plötzlich nicht mehr, müssen wir uns wieder eine eigene Identität schaffen.

Auch Schlaflosigkeit ist ein weiteres typisches Symptom bei Liebeskummer. Der Körper fühlt sich zwar oft schlapp an, aber der Geist kann keine Ruhe finden und beschäftigt sich immer wieder mit dem Vergangenen und der Zukunft.

Ein Trennung führt auch oft zu Motivationsmangel. Manchmal ist es schwierig, selbst die kleinsten Alltagsaufgaben zu erfüllen – insbesondere im Bezug auf die Selbstpflege. Essen, Sport oder selbst das Duschen können zu einer großen Herausforderung werden.

Es sollen sogar vereinzelt Menschen an den Folgen von Liebeskummer gestorben sein. Liebeskummer macht den Körper nicht nur anfälliger für tödliche Krankheiten, sondern erhöht gleichzeitig den Blutdruck und die Herzfrequenz. Dadurch steigt die Gefahr einer Herz-Kreislauf-Erkrankung.

Der Verlust eines geliebten Partners ist immer schmerzvoll. Man kann dem Liebeskummer aber auch entgegenwirken. Die Zeit der Trauer kann verkürzt und vereinfacht werden, indem man sich selbst und seinem Wohlbefinden mehr Beachtung schenkt. Die folgenden Aktivitäten können dabei helfen, den Blick auf die Zukunft zu richten. 

Ein Ventil für negative Emotionen zu finden, kann überaus wirksam sein. Tagebücher helfen zum Beispiel dabei, schlechte Erlebnisse und Gefühle zu verarbeiten. Außerdem verdeutlichen sie das Voranschreiten des Heilungsprozesses.

Bei sportlichen Aktivitäten schüttet der Körper Endorphine aus. Die Glückshormone helfen dabei, unsere Stimmung zu heben. Körperliche Anstrengungen sind aber auch ideal, um sich wortwörtlich aus dem Tief heraus zu arbeiten. Sie geben einem das Gefühl, die Kontrolle über das eigene Leben und die eigenen Emotionen wieder zurückzugewinnen.

Neue Dinge lenken uns immer von alten Strukturen ab. Ein neues Hobby wie der Besuch einer Kochschule oder eine künstlerische Aktivität hilft nicht nur dabei neue Menschen kennenzulernen, sondern auch einen Verlust zu vergessen.

Menschen mit Liebeskummer neigen dazu, zu wenig oder zu ungesund zu essen. Um die Schmerzen zu verarbeiten, benötigt unser Körper aber ausreichend Nährstoffe, da er psychisch und physisch auf vollen Hochtouren läuft. Eine gesunde Ernährung kann ihn dabei unterstützen.

Ein typisches Symptom bei Liebeskummer ist es, sich zurückzuziehen. Dies führt aber meistens zu einer tieferen Isolation. Familie und Freunde sollten deshalb nicht vernachlässigt werden und können dabei helfen das Tief schneller zu überwinden. Manchmal können eigene Schmerzen zumindest zeitweise überwunden werden, wenn wir anderen Personen bei ihren Problemen helfen.

In schweren Fällen kann es auch hilfreich oder notwendig sein, auf psychologische Hilfe zurückzugreifen, um Gefühle und Erlebnisse aufzuarbeiten. So lassen sich Liebeskummer und die damit verbundenen negativen Gedankenstrukturen leichter überwinden. 

Der Biochemiker Dr. William H. Frey fand heraus, dass Tränen, die aus emotionalen Gründen vergossen werden, biochemische Verbindungen enthalten, die bei Stress entstehen. Werden sie vom Körper ausgeschüttet, baut dieser damit emotionalen Stress ab. Weinen muss also gar nicht schlecht sein.

Auch eine achtsamere Lebenseinstellung ist gut, um Liebeskummer zu überwinden. Meditation und Selbstreflexion helfen zum Beispiel dabei, die Perspektive zu wechseln und auf den Boden der Tatsachen zurückzukehren.

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