Ayurvedische Ernährung: Das müssen Sie über den Trend wissen

Finden Sie heraus, was genau Dosha eigentlich ist

Ayurvedische Ernährung: Das müssen Sie über den Trend wissen
Stars Insider

24/02/20 | StarsInsider

LIFESTYLE Ernährung

Die ganzen Diättrends, die jedes Jahr aufkommen und nach einer Weile direkt wieder als ungesund und wenig wirkungsvoll eingestuft werden, lassen das Vertrauen in Ernährungsratgeber sinken. Vielleicht wenden sich deshalb immer mehr Menschen natürlichen, ganzheitlichen Lebensweisen zu, die schon seit Jahrtausenden erprobt und ausgeübt werden. Eine der beliebtesten ist Ayurveda, eine antike Philosophie und Heilungsweise, die sich auf personalisierte Ernährung fokussiert. 

Hier finden Sie alle Infos, die Sie brauchen, um loszulegen.

Worum geht es? Ayurveda ist eine natürliche Heilkunst aus Indien, die vor mehr als 5.000 Jahren entwickelt wurde. Das Wort Ayurveda ist Sanskrit und bedeutet so viel wie "Wissen vom Leben". Die Heilkunst wird auch heute noch praktiziert, vor allem in Indien, Nepal und Sri Lanka, aber auch in vielen anderen Teilen der Welt. 

Die Grundüberzeugung von Ayurveda ist, dass bestimmte Routinen und Lebensmittel der angeborenen Intelligenz des Körpers helfen und die natürliche Selbstheilung fördern können. Die konkrete Lebensweise wird jedoch vom Körpertyp bestimmt. Die Nahrungsmittel, die jede Person zu sich nehmen sollten, hängen vom Körperbau und den damit einhergehenden Veranlagung ab. Die verschiedenen Typen heißen Dosha. 

Die Bezeichnung der Körpertypen, auch Lebensenergien oder eben Doshas genannt, sind Vata, Pitta und Kapha. Sie beziehen sich auf Körperbau, Veranlagungen, Persönlichkeitsmerkmale und Nährstoffbedürfnisse. Die Doshas bestehen je aus fünf Elementen: Äther (der "obere Himmel"), Luft, Feuer, Wasser und Erde.

Ayurvedische Praktiken und Ernährung zielen darauf ab, Ungleichgewichte in den Doshas zu verhindern, die aus einem ungesunden Lebensstil, Nährstoffmangel, Mangel oder Übermaß an körperlicher Aktivität, Stress, saisonalen Schwankungen und Toxinbelastung resultieren können.

Das individuelle Dosha hängt von den physischen Attributen und der eigenen Persönlichkeit ab. Zuerst muss man also sein eigenes Dosha erkennen. Die folgenden Beschreibungen helfen Ihnen herauszufinden, welche Dosha am besten zu Ihrem Charakter passt.

Vata (Luft und Raum)
Ein Vata-Typ neigt dazu, trockene, raue Haut zu haben, tendiert zu Untergewicht, besitzt schmale Knochen und hat oft kalte Extremitäten. Dieser Typ neigt dazu, kreativ, aufgeschlossen, neugierig, aber auch gestresst und schusselig zu sein. Gesundheitlich gesehen neigen Vatas dazu, anfällig für neurologische Störungen, Schlaflosigkeit, Arthritis und Herzerkrankungen zu sein.

Pitta (Feuer und ein wenig Wasser)
Ein Pitta-Typ neigt dazu, ein ausgeglicheneres Verhältnis von Größe und Gewicht zu haben, und reagiert empfindlich auf Hitze. Dieser Typ ist auch dafür bekannt, intelligent, fleißig und wettbewerbsfähig zu sein, aber auch mal schnell ärgerlich und aggressiv zu werden. Gesundheitlich gesehen sind Pittas anfällig für Überanstrengung, Bluthochdruck, Herzkrankheiten, Infektionskrankheiten und Verdauungsstörungen.

Papha (Erde und Wasser)
Dieser Typ neigt dazu, einen stämmigen Körperbau und dickere Haut zu haben und nimmt leichter zu. Dieser Typ ist auch dafür bekannt geerdet, unterstützend, liebevoll und nachsichtig, aber auch niederenergetisch, unsicher und manchmal traurig zu sein. Gesundheitlich gesehen sind Kaphas anfälliger für Krankheiten wie Diabetes, Krebs, Fettleibigkeit, Flüssigkeitsretention und Atemwegserkrankungen.

Aus dem Dosha-Typ ergibt sich dann die geeignete Ernährungsweise. Für jeden Dosha-Typen gibt es vorteilhafte Nahrungsmittel und solche, die eher vermieden werden sollten. Da Ayurveda auf die rhythmischen Veränderungen der Natur achtet, richten sich die Nahrungsmittel zudem nach den saisonalen Besonderheiten. 

Geeignete Nahrungsmittel: Vata
Da Vata ein kälterer Dasha-Typ ist, werden warme, nahrhafte Speisen empfohlen. Dazu gehören salzige, saure und süße Geschmacksrichtungen, die wohltuend und sättigend sind, wie Milch, Sahne, Butter, Suppen, Eintöpfe, Brot und Nüsse. In Maßen genossen werden sollten k
alte Speisen wie Salate, eisgekühlte Getränke, rohes Gemüse und Blattgemüse. Vermeiden Sie bittere und herbe Nahrungsmittel wie Kaffee, aber auch Süßigkeiten und unreife Früchte.

Bestes Gemüse: Spargel, Rüben, Karotten, Gurken, Knoblauch, grüne Bohnen und Zwiebeln.
Beste Früchte: Bananen, Aprikosen, Avocados, Beeren, Kirschen, Kokosnuss und Grapefruit.
Bestes Fleisch: Huhn, Meeresfrüchte und Truthahn.

Geeignete Nahrungsmittel: Pitta
Weil Pittas dazu neigen, Wärme zu produzieren, sind kalte Nahrungsmittel als Ausgleich perfekt. Dazu gehören bittere und süße Geschmäcker, wie Salate, Milch und Eiscreme. Da rotes Fleisch die Körpertemperatur erhöht, sollten Vittas sich eher vegetarisch ernähren. Pittas sollten weniger Butter verwenden und Gurken, saure Sahne und Käse vermeiden. Zitronensaft ist eine bessere Wahl als Essig. Alkohol, Koffein und fermentierte Lebensmittel sollten auf ein Minimum reduziert werden. Pittas sollten auch von Eigelb, Nüssen, scharfen Gewürzen, Honig und frittierten Speisen die Finger lassen.

Bestes Gemüse: Spargel, Brokkoli, Rosenkohl, Kohl, Radieschen und Blumenkohl.
Beste Früchte: Bananen, Avocados, Kirschen, Kokosnüsse, Feigen, Mangos, Orangen und Melonen.
Bestes Fleisch: Hühnchen, Garnelen, Truthahn und Flussfisch.

Geeignete Nahrungsmittel: Kapha
Warmes, leichtes und trockenes Essen ist vorteilhaft. Kaphas sollten leicht gekochte Speisen sowie rohes Obst und Gemüse bevorzugen. Am besten sind würzige Speisen, etwa Römersalat, Endivien und Tonic Water, sowie Kreuzkümmel, Bockshornklee, Sesam und Kurkuma. Auf der anderen Seite sollten Sie zu viele süße und fetthaltige Nahrungsmittel vermeiden und auf Ihren Salzkonsum achten. Frittierte Lebensmittel, Milchprodukte, Ghee (gereinigte, eingesottene Butter) und Öle sollten ebenfalls auf ein Minimum reduziert werden.

Bestes Gemüse: Spargel, Rüben, Brokkoli, Rosenkohl, Kohl und Karotten.
Beste Früchte: Äpfel, Aprikosen, Beeren, Kirschen, Preiselbeeren, Papaya und Birnen.
Bestes Fleisch: Huhn, Truthahn und magerer Fisch.

Da es sich bei Ayurveda um eine ganzheitliche Lebensweisheit handelt, gibt es auch einige Tipps dazu, wie Sie abgesehen von der Ernährung für ein körperliches und geistiges Wohlbefinden sorgen können. Denn auch die tägliche Lebensweise hängt von Ihrem Dosha-Typ ab.

Alltägliche Routinen: Vata
Halten Sie sich an eine tägliche Routine und fügen Sie ruhige, aber regelmäßige Workouts ein. Dieser Dosha-Typ vermeidet am besten kalte und windige Orte, so wie sehr trockenes Klima. Zu häufige Reisen überanstrengen Vatas leicht. Schlaf sollte nicht vernachlässigt werden. 

Alltägliche Routinen: Pitta
Pittas können ihr Gleichgewicht verbessern, indem sie sich in ruhige und nachdenkliche Aktivitäten vertiefen und kühlere Tageszeiten wählen, um sich körperlich zu betätigen, während sie physisch und mental entspannt bleiben. Viel frische Luft ist fundamental wichtig für das Wohlbefinden eines Pitta-Typs. Vermeiden Sie Situationen mit übermäßiger Hitze, Dampf oder Feuchtigkeit und achten Sie auf genügend Flüssigkeitszufuhr. Seien Sie rücksichtsvoll und geduldig mit anderen und vermeiden Sie Situationen mit potentiellen Konflikten. Mäßigung ist der Schlüssel in allen Aspekten für diesen Dosha-Typ. 

Alltägliche Routinen: Kapha
Kaphas sollten vor dem Morgengrauen aufwachen, weniger schlafen und tagsüber nicht schlafen. Sie sollten täglich viel Sport treiben, Aktivitäten wählen, die Körper und Geist stimulieren und energetisieren und den Stoffwechsel steigern. Warme und trockene Gefilde sind perfekt für diesen Dosha-Typ. Lassen Sie Aufregung, Herausforderungen und Abwechslung im Leben zu und versuchen Sie sich von der Routine und Stagnation im Leben zu lösen. 

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