Die vielleicht einflussreichsten Protestsongs der Geschichte

Lieder gegen Krieg und soziale Ungerechtigkeit

Die vielleicht einflussreichsten Protestsongs der Geschichte
Stars Insider

01/05/22 | StarsInsider

Musik Protest

Was sind die größten Songs über Protest, Debatten, Bürgerkrieg, gleiche Rechte und den Kampf gegen das Establishment? In modernen Zeiten wird Musik immer wieder dazu genutzt, um zu sozialen Veränderungen aufzurufen. Zum ersten Mal zog damit Billie Holiday die öffentliche Aufmerksamkeit auf sich, als sie es 1939 wagte, gegen Rassismus zu singen. 

Vor allem in den 1960ern war es üblich, die Musik als Protestmittel und zum Ausdruck der eigenen Meinung zu nutzen. Einige der großartigsten Songs wurden in jener Zeit aufgenommen. Und heute, in Zeiten, in denen die Welt mit sich selbst im Konflikt zu stehen scheint, gibt es wieder jede Menge Stoff, um mit Musik Ungerechtigkeit aufzuzeigen und soziale Gleichberechtigung zu fordern. 

Klicken Sie sich in dieser Galerie durch eine Playlist der einflussreichsten Protestsongs, die je geschrieben wurden. 

Billie Holiday - "Strange Fruit" (1939)
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Billie Holiday - "Strange Fruit" (1939)

Bei "Strange Fruit" handelt es sich eigentlich um ein Gedicht. Billie Holidays Interpretation protestiert gegen amerikanischen Rassismus, vor allem gegen das Lynchen von Afroamerikanern. Es gilt für viele soziale Kommentatoren als früher Aufruf zu gleichen Bürgerrechten. Holiday sagte, sie hätte sich vor Vergeltungsschlägen gefürchtet.
Bob Dylan - "A Hard Rain's a-Gonna Fall" (1963)
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Bob Dylan - "A Hard Rain's a-Gonna Fall" (1963)

Dylan war schon immer ein kritischer Beobachter der Gesellschaft. Mit diesem Song schrieb er einen klassischen Protestsong gegen Ungerechtigkeit, Leiden, Umweltverschmutzung und Krieg. Später gab er zu, dass die Lyrics vielleicht ein wenig apokalyptisch gewesen seien.
Janis Ian - "Society's Child" (1965)
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Janis Ian - "Society's Child" (1965)

Janice Ian schrieb den Songtext, als sie gerade mal 14 Jahre alt war. Es handelt von Liebe zwischen Paaren unterschiedlicher Ethnien. Das Thema war damals noch absolut tabuisiert. Der Song wurde von einigen mit Schock aufgenommen, aber von den meisten gefeiert.
John Lennon/Plastic Ono Band - "Give Peace a Chance" (1969)
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John Lennon/Plastic Ono Band - "Give Peace a Chance" (1969)

Lennon schrieb den Song, als er noch Mitglied der Beatles war. Der Antikriegs-Song wurde in den 1970ern zur Hymne der amerikanischen Bewegung gegen den Vietnamkrieg. Der Song ist ein absoluter Klassiker, der die Nachricht von Frieden und Liebe selbst heute noch ungebrochen stark verbreitet.
Simon & Garfunkel - "7 O'Clock News/Silent Night" (1966)
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Simon & Garfunkel - "7 O'Clock News/Silent Night" (1966)

Paul Simon verband auf geniale Weise das Weihnachtslied mit einer simulierten Nachrichtensendung der tatsächlichen Geschehnisse am 3. August 1966. Es ist ein ironischer Kommentar zu den verschiedenen sozialen Problemen, die in jener Zeit die Gesellschaft beschäftigte.
Crosby, Stills, Nash & Young - "Ohio" (1970)
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Crosby, Stills, Nash & Young - "Ohio" (1970)

Dieses Lied wurde von Neil Young als Reaktion auf die Kent-State-Schießerei am 4. Mai 1970 geschrieben, bei dem Ohios Nationalgarden vier Studenten erschossen.
James Brown - "Say It Loud – I'm Black and I'm Proud" (1968)
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James Brown - "Say It Loud – I'm Black and I'm Proud" (1968)

In diesem Song spricht der Godfather of Soul über die Vorurteile gegen Schwarze in Amerika. Zeilen wie "We're tired of beating our head against the wall/and workin' for someone else (dt.: Wir sind es leid, unsere Köpfe gegen die Wand zu schlagen/und für jemand anderes zu arbeiten)" machten Brown zu einem wichtigen Kopf der amerikanischen Bürgerrechtsbewegung.
The Rolling Stones - "Street Fighting Man" (1968)
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The Rolling Stones - "Street Fighting Man" (1968)

Es ist einer der bisher politischsten Songs der britischen Band. Trotzdem bleiben die wahren Intentionen hinter dem "Street Fighting Man" mehrdeutig. Will Jagger sich den Studenten bei ihren Protesten in Paris anschließen oder würde er lieber für eine Rock'n'Roll-Band singen?
Bruce Springsteen - "Born in the USA" (1984)
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Bruce Springsteen - "Born in the USA" (1984)

Das deutliche Statement darüber, wie Amerika die Veteranen des Vietnamkrieges vernachlässigte, traf bei der Bevölkerung einen Nerv – nur nicht im Weißen Haus, wie es schien: US-Präsident Ronald Reagan übernahm den Song als seine persönliche Wahlkampfhymne, um sich für seine zweite Amtszeit zu bewerben. Springsteen war, verständlicherweise, fassungslos!
Tom Robinson - "Glad to Be Gay" (1978)
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Tom Robinson - "Glad to Be Gay" (1978)

Der englische Musiker Tom Robinson schrieb das Lied für eine Pride-Parade im Jahr 1976. "Glad to Be Gay" kritisiert polizeiliche Razzien in Schwulenclubs und andere, offensichtlich diskriminierende Aktionen. Es ist zu Großbritanniens absoluter LGBT-Hymne geworden.
Rage Against the Machine - "Killing In the Name" (1992)
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Rage Against the Machine - "Killing In the Name" (1992)

Es ist der wohl bekannteste Song der Band. "Killing In The Name" wendet sich gegen institutionalisierten Rassismus und Polizeibrutalität.
Pink Floyd - "Another Brick in the Wall-Part 2" (1979)
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Pink Floyd - "Another Brick in the Wall-Part 2" (1979)

Floyd-Bassist Roger Waters schrieb "Part 2" als Protest gegen rigide Schulsysteme, vor allem an Internaten. Das Video, in dem Kinder durch einen Fleischwolf marschieren, hätte kaum anschaulicher sein können.
Kendrick Lamar - "Alright" (2015)
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Kendrick Lamar - "Alright" (2015)

Ein Lied über Hoffnung, das dementsprechend von der Bewegung Black Lives Matter übernommen wurde. In "Alright" hört man auch Coproduzent Pharrell Williams singen, der dafür keine Credits wollte. Das gesamte Album "To Pimp a Butterfly" wird für seine sozialkritischen Texte gefeiert.
Elvis Presley - "In the Ghetto" (1969)
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Elvis Presley - "In the Ghetto" (1969)

Es ist ein seltener Moment des Sozialbewusstseins des King of Rock and Roll. Aber dann direkt ein großartiger. Presleys Narrativ über generationenübergreifende Armut und einen Jungen, der im Ghetto Chicagos aufwächst, traf genau den Nerv der Zeit.
Bob Marley and the Wailers - "Get Up Stand Up" (1973)
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Bob Marley and the Wailers - "Get Up Stand Up" (1973)

Marley schrieb den Song zusammen mit Peter Tosh nach einer Tour über die karibische Insel Haiti. Er war schockiert über die alarmierende Armut der Menschen dort.
U2 - "Sunday Bloody Sunday" (1983)
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U2 - "Sunday Bloody Sunday" (1983)

Der betont nach militärischen Trommelschlägen klingende Beat setzt den Grundton dieses offensichtlich politisch motivierten Protestsongs von U2. Der Text beschreibt den Schrecken der Aufruhen in Nordirland, besonders den höchst kontroversen "Bloody Sunday"-Vorfall im Jahr 1972, bei dem britische Truppen unbewaffnete Bürgerrechtsdemonstranten niederschossen. 
The Beatles - "Revolution" (1968)
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The Beatles - "Revolution" (1968)

Die Beatles verhielten sich den Großteil des tumultreichen Jahres 1968 politisch neutral. Aber John Lennon wollte sich einmischen und schrieb nach den Aufständen in Paris in jenem Jahr den Song "Revolution". Er war sich allerdings nicht sicher, ob er für oder gegen die Gewalt sein sollte. Auf der "White Album"-Version singt Lennon: "When you talk bout destruction, don't you know that you can count me out/in (dt.: Wenn du über Zerstörung sprichst, weißt du nicht, dass du mich nicht mit mir rechnen/mich mitzählen kannst)". Bei der zweiten Veröffentlichung, auf der B-Seite zu "Hey Jude", war er sich dann sicher: Hier singt der Mann des Friedens eindeutig, dass man nicht mit ihm rechnen könne.
Green Day - "American  I d i o t" (2004)
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Green Day - "American I d i o t" (2004)

Es war eigentlich die Antwort der Band auf den Irakkrieg von Georg W. Bush. Nach Donald Trumps Amtserhebung erlebte der Song eine Renaissance.
Sting - "Russians" (1985)
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Sting - "Russians" (1985)

Stings erstes Soloalbum nach der Auflösung von The Police beinhaltete diese Kritik an der Außenpolitik und dem Gleichgewicht des Schreckens (der sogenannten MAD-Doktrin) der USA und der Sowjetunion zur Zeit des Kalten Krieges.
The Cranberries - "Zombie" (1994)
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The Cranberries - "Zombie" (1994)

Dolores O'Riordan schrieb "Zombie". Der Song dreht sich um den IRA-Bombenanschlag im englischen Warrington im Jahr 1993 und erinnert an die beiden jungen Opfer, Johnathan Ball und Tim Parry.
The S-x Pistols - "God Save the Queen" (1977)
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The S-x Pistols - "God Save the Queen" (1977)

Das Silberjubiläum von Queen Elizabeth II. diente Johnny Rotten als perfekter Anlass, um diese scharfe Tirade auf die britische Monarchie zu veröffentlichen.
Peter Gabriel - "Biko" (1980)
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Peter Gabriel - "Biko" (1980)

Der Tod des südafrikanischen Anti-Apartheit-Aktivisten Steve Biko in Polizeigewahrsam inspirierte diesen Track, der auch generell eine Kritik an der Apartheit darstellte. Der Song war in Südafrika zensiert, wie könnte es auch anders sein.
Midnight Oil - "Beds Are Burning" (1987)
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Midnight Oil - "Beds Are Burning" (1987)

Dieser tiefempfundene Appell an die australische Regierung, die Aborigine-Gruppe der Pintupi in ihre angestammten Gebiete zurückkehren zu lassen, wurde nicht nur im Outback gehört. Der Song – und die Bitte – wurde auf der ganzen Welt verbreitet.
Special A.K.A. - "Free Nelson Mandela" (1984)
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Special A.K.A. - "Free Nelson Mandela" (1984)

Der Song stammt vom britischen Musiker Jerry Dammers. Er fordert die Freilassung des Anti-Apartheit-Revolutionärs. Der Song wurde später auf der Gedenkfeier zu Ehren des 90. Geburtstages von Nelson Mandela performt, Amy Winehouse sang die Lead-Vocals.
The Specials - "Ghost Town" (1981)
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The Specials - "Ghost Town" (1981)

Das England der 1980er erlebte landesweite Unruhen, mit Aufständen in vielen britischen Städten. "Ghost Town" adressiert gleichzeitig die Themen von Stadtverfall, Arbeitslosigkeit und Entmündigung.
UB40 - "One in Ten" (1981)
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UB40 - "One in Ten" (1981)

Die englische Reggae- und Popband UB40 veröffentlichte "One in Ten" im Jahr 1981, als ganz Großbritannen von innenpolitischen Unruhen aufgewühlt wurde. Der Songtitel bezieht sich auf die 9,6 % Arbeitslosigkeit in den West Midlands, der Region aus der die Band kommt.
Joan Baez - "Nasty Man" (2017)
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Joan Baez - "Nasty Man" (2017)

DIE Stimme für Bürgerrechte und Frieden in den 1960ern und 70ern, Joan Baez, beendete ihren 27 Jahre dauernden Schreibpause, um einen Protestsong gegen Trump zu schreiben: "When the dirt on this man/finally hits the fan/and no one gives a damn about his tweets/he'll be finally and forever obsolete."  Ein klarer Aufruf, den US-Präsidenten einfach zu ignorieren. Deutlich!

Entdecken Sie auch die größten Aktivisten unter den Stars.

M.I.A - "Paper Planes" (2008)
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M.I.A - "Paper Planes" (2008)

Die englische Rapperin Maya Arulpragasam (M.I.A.), die Tochter eines tamilischen Aktivisten aus Sri Lanka, wurde von ihren eigenen Problemen inspiriert, die sie beim beantragen eines Visums für die Vereinigten Staaten erlebte. Sie kämpft mit diesem Hiphop-Protestsong für Gleichberechtigung von Dritte-Welt-Ländern.
Against Me! - "Transgender Dysphoria Blues"  (2014)
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Against Me! - "Transgender Dysphoria Blues" (2014)

Der Titel des Songs (der ebenfalls der Titel des Album ist) bezieht sich auf die von der Sängerin Laura Jane Grace erlebte Geschlechtsdysphorie. Im Nachhinein unterzog sie sich einer Geschlechtsangleichung und outete sich öffentlich. 
The Smiths - "Meat is Murder" (1985)
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The Smiths - "Meat is Murder" (1985)

Das gesamte Album "Meat is Murder" ist politisch geladen. Aber es ist die gleichnamige Singleauskopplung, die wohl der leidenschaftlichste Appell von Frontmann Morrissey gegen das Abschlachten von Tieren ist.
Campo obrigatório

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