Sarajevo: Europas verborgener Schatz

Europas bestgehütetes Geheimnis ist die Hauptstadt von Bosnien und Herzegowina

Sarajevo: Europas verborgener Schatz
Stars Insider

23/03/20 | StarsInsider

Reisen Reisetipps

Dieses unterschätzte europäische Reiseziel ist ein versteckter Schatz, der nur darauf wartet, erkundet zu werden. Sie werden diese Stadt mit ihrer bezaubernden Cafékultur, atemberaubenden Landschaft, historischen Stätten und Märkten unter freiem Himmel einfach in Ihr Herz schließen. 

Die charmante Balkanstadt Sarajevo liegt inmitten eines Tals, von dem man sagt, dass hier der Osten auf den Westen trifft. Reich an Kultur und Tradition erfreut sie das Herz aller Besucher.  Entdecken Sie Europas verborgenen Schatz und erfahren Sie mehr über Sarajevo!

Die schöne Hauptstadt Sarajevo in Bosnien und Herzegowina ist eine Augenweide. Die geschäftige und gastfreundliche Stadt Südosteuropas liegt in den Dinarischen Alpen.

Sie hat eine reiche Kultur und Geschichte – so ist die Stadt der Ort, an dem Erzherzog Franz Ferdinand von Österreich im Jahr 1914 ermordet wurde, was den Ersten Weltkrieg auslöste. Am Fluss Miljacka gelegen, ist die Stadt auch als die erste Stadt in Europa bekannt, die ein elektrisches Straßenbahnsystem gebaut hat sowie eine der längsten Belagerungen während des Bosnienkrieges erdulden konnte. Die Stadt, die auch als Jerusalem des Balkans bezeichnet wird, beherbergt eine Moschee, eine katholische Kirche, eine orthodoxe Kirche und eine Synagoge – alles in der gleichen Nachbarschaft, ähnlich wie in der Jerusalemer Altstadt.

Vor allem ist Sarajevo aber für seine reiche und traditionelle Cafékultur bekannt. Die Stadt lebt von Menschen, die vor Cafés sitzen, Kaffee trinken und sich am späten Nachmittag und Abend mit Freunden und Familie treffen. Eine Tasse Kaffee zu trinken bedeutet mehr die Gesellschaft zu suchen, das Getränk ist dabei gar nicht so wichtig – auch wenn er hier auf ganz besondere Weise zubereitet wird. Bosnischer Kaffee stammt aus dem Osmanischen Reich, aber die Bosnier weisen darauf hin, dass ihr Kaffee nicht derselbe ist wie türkischer Kaffee.

Die rohen Kaffeebohnen werden traditionell über einem Holzofen geröstet. Die gerösteten Bohnen werden manuell zu einem feinen Pulver gemahlen und dann in einem Džezva, einem kupferplattierten Topf, gekocht. Das Wasser wird bis kurz vor seinem Siedepunkt erhitzt und dann in den mit Kaffee gefüllten Džezva gegossen. Anschließend wird er wieder auf den Herd gestellt und gekocht, bis sich oben eine Schaumschicht bildet. Der Kaffee wird in einer Tasse serviert, die als Fildžan bekannt ist. Traditionell trinken Bosnier den Kaffee, während sie an einem Zuckerwürfel – dem rahat lokum – saugen. 

Das Ritual, Kaffee zu machen und ihn zu trinken, wird von den Bosniern sehr geschätzt. Während des Krieges in den 1990er Jahren war Kaffee ein wertvolles Gut, sodass die Menschen gezwungen waren, etwas Ähnliches wie Kaffee zu brauen, um an ihrer Tradition und Kultur festzuhalten. Es ist möglich, einen Džezva auf einem der Märkte zu kaufen, die die Stadt beleben. Suchen Sie nach einem aus reinem Kupfer und achten Sie darauf, ihn nach Gebrauch immer von Hand zu waschen. 

Sarajevo hat neben seinen Cafés noch viele weitere versteckte Schätze zu entdecken. Etwa die vielen Märkte. Sarajevo ist voll von Open-Air-Märkten. Sie reichen von frischen Lebensmitteln bis zu Souvenir- und Flohmärkten. 

Auch sehenswert ist der Tunnel der Hoffnung. Während der Belagerung baute die bosnische Armee einen 800 Meter langen Tunnel, der sich von Sarajevo bis zu einem "sicheren Ort" erstreckt, um Nahrungsmittel, Medikamente, Munition und andere Notwendigkeiten zu transportieren.

Dann gibt es die Kazandžiluk-Straße. Diese Straße, die auch als alte Kupferschmiede bekannt ist, ist voller Souvenirs, traditioneller Kleidung, Kunsthandwerk, Antiquitäten und anderen Gegenständen.

Wenn Sie zur Lateinerbrücke gehen, können Sie an der gleichen Stelle stehen wie Gavrilo Princip. Dieser beging eines der folgenreichsten Verbrechen der Geschichte, als er Erzherzog von Österreich Franz Ferdinand erschoss.

Vijećnica, oder das Rathaus von Sarajevo, ist ein wunderschön restauriertes Nationaldenkmal. Dieses wichtige Symbol der Freiheit wurde während des Bosnienkrieges beschädigt, dann restauriert und steht nun stolz neben der Lateinerbrücke.

Wenn Sie für einen Moment genug von der Stadt haben, werfen Sie einen Blick auf die Berge Bjelašnica, Jahorina und Trebević. Die schneebedeckten Gipfel außerhalb der Stadt dienten als Kulisse für die Olympischen Winterspiele 1984. Viele der Veranstaltungsorte wurden später wegen des Krieges aufgegeben.

Und dann gibt es natürlich noch etwas Essentiellen: Die traditionellen Speisen, die Sie in Sarajevo probieren können, sind nicht von dieser Welt. Es gibt etwa ein Gebäck aus Blätterteig, Burek. Es ist gefüllt mit köstlichem Fleisch und anderen Zutaten und eine besondere Spezialität. Ein weiteres typisches Gericht ist Cevapi, eine mit Würstchen und Zwiebeln gefüllte Pita. Tipp: Essen Sie wie die Einheimischen – mit den Händen!

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